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Schilddrüse

Schilddrüsenoperation
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das in der Regel am Hals vor und neben der Luftröhre liegt. Der rechte und der linke Lappen sind über eine kleine Brücke verbunden und die Gesamtdrüse wiegt beim Erwachsenen zwischen 18 und 25g.

In der Schilddrüse werden die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin hergestellt, die über die Blutbahn zahlreiche Stoffwechselprozesse beeinflussen.
Zu einer Erkrankung der Schilddrüse kommt es meist durch Jodmangel und durch eine genetische Veranlagung.
Zu Beginn der Erkrankung entwickelt sich oft eine unspezifische Schilddrüsenvergrößerung, die man als Struma bezeichnet. Durch den übermäßigen Wachstumsreiz können sich zusätzlich Knoten in der Schilddrüse entwickeln, die man in Abhängigkeit ihrer Funktion als kalt oder warm bezeichnet (Struma nodosa).
Ein warmer oder heißer Knoten produziert vermehrt Schilddrüsenhormon und führt letztendlich zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthreose), die durch Gewichtsabnahme, Herzrasen, Schweißneigung und Nervosität gekennzeichnet ist.

Eine Sonderform ist der Morbus Basedow, bei dem der Schilddrüsenüberfunktion eine Autoimmunerkrankung zu Grunde liegt und der häufig mit zusätzlichen Augenproblemen vergesellschaftet ist.
Die kalten Knoten in der Schilddrüse sind funktionslose Areale, die gelegentlich eine bösartige Veränderung entwickeln können.

Eine Schilddrüsenerkrankung gehört zunächst in die Hand eines erfahrenen Allgemeinmediziners, Internisten oder Endokrinologen, die häufig die Beschwerden auf konservativem Weg in den Griff bekommen und die gesamte Vordiagnostik mit Blutwerten, Ultraschall, ggf. Feinnadelpunktion und Szintigraphie durchführen.

Gründe für ein operatives Vorgehen und damit für eine Vorstellung bei mir sind unter anderem

eine weitere Größenzunahme mit mechanischen Problemen am Hals (Schluckbeschwerden, Kurzatmigkeit)
ein unklarer Knoten, der verdächtig auf eine Entartung ist
die gesicherte Entartung eines Schilddrüsenknotens
eine schlecht einstellbare Überfunktion
ein Morbus Basedow mit zunehmenden Augenproblemen
eine Funktionsstörung der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)

Die Operation
In Abhängigkeit der Grunderkrankung und der Knotensituation wird das Ausmaß der Schilddrüsenentfernung meist vor der Operation festgelegt. Die Aufklärung und die Op-Terminvereinbarung findet im Rahmen der ambulanten Untersuchung in der Arkadenklinik statt.

Die Schilddrüsenoperation ist ein sehr anspruchsvoller Eingriff, da das Organ sehr gut durchblutet ist und wir bei der Operation die wichtigen Stimmbandnerven und die 4 Nebenschilddrüsen (verantwortlich für den Calziumstoffwechsel) schonen müssen.
Die Operation findet in Vollnarkose statt und intraoperativ werden die beiden Stimmbandnerven, die unmittelbar hinter den Schilddrüsenlappen liegen, freigelegt und mit einem Nervenstimulationsgerät in ihrer korrekten Funktion überprüft. Der Eingriff dauert in der Regel 1-2 Stunden und man kann mit einem 3-tägigen stationären Aufenthalt rechnen. Unabhängig vom Versicherungsstatus wird die Operation von mir durchgeführt und im Rahmen der täglichen Visiten werde ich mit Ihnen die postoperativen Verhaltensregeln besprechen und Ihnen vor Entlassung ein Merkblatt aushändigen.