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Morton-Neurom

Das Morton-Neurom ist ein Krankheitsbild des Mittelfußes, bei dem es meist zu einer Nerveneinengung zwischen dem 3. und 4. Mittelfußköpfchen, selten auch zwischen dem 2. und 3. Mittelfußköpfchen kommt. In diesem Bereich verlaufen zwei Nerven häufig in einer engen gemeinsamen Verbindung zwischen den beiden Mittelfußköpfchen. Bei Belastung geraten sie dort unter Druck. Es entsteht eine langsam zunehmende Verdickung des Nervs, das Morton Neurom.

Beschwerden
Bei Belastung im Schuh, vor allem in engen Schuhen, führt der Druck auf das Neurom zu messerstichartigen elektrisierende Schmerzen, die bis in die Zehen ausstrahlen. Bei Belastung des Vorfußes im Zehenstand oder beim Abrollen des Fußes treten die Beschwerden verstärkt auf. Gelegentlich wird bei Belastung ein Schnappen verspürt, was ebenfalls heftigen Schmerz auslösen kann. Beim Barfußgang oder in ausreichend weiten Schuhen treten die Schmerzen seltener oder gar nicht auf.

Behandlung
Im Anfangsstadium können entzündungshemmende Medikamente oder Entlastung durch weite, flache Schuhe, eventuell auch durch Schuheinlagen helfen. Die Injektion von Cortison bringt nur in 20 Prozent der Fälle eine lang anhaltende Besserung.

Operationsverfahren
Bei einer Operation wird der betroffene Nervenabschnitt entfernt. In der Folge kommt es gelegentlich zur Taubheit der Haut zwischen den betroffenen Zehen, was aber keine weiteren Beschwerden verursacht und die Funktion des Fußes nicht beeinträchtigt. Das normale Abrollen des Fußes in einem weichen Schuh ist nach rund drei Wochen möglich.
Selten bilden sich später Narbenknötchen aus Nervengewebe, was erneut heftige, brennende Beschwerden auslösen kann. In diesem Fall muss erneut operiert werden.