Sie sind hier: Home ▸ Behandlungsspektrum ▸ Hand ▸ Dupuytren-Kontraktur

Dupuytren-Kontraktur

Bei der Dupuytren`schen Kontraktur (benannt nach dem Franzosen G. Dupuytren 1777-1835) handelt es sich um eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Hohlhandfläche (Palmaraponeurose).  Dabei kommt es zu einer narbigen Verdickung und Verkürzung des Bindegewebes, die strangartig (wie eine Sehne) bis in die Finger verläuft. In einem späteren Stadium (II-III) der Krankheit kann es dann zur zunehmenden Verkrümmung  (Beugekontraktur) einzelner Finger kommen. Der Krankheitsverlauf kann schubweise über mehrere Jahre dauern.

Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Oft besteht eine familiäre Vorbelastung. Die Veränderung tritt vorwiegend bei Männern zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr auf. Der Verlauf der Krankheit kann durch konservative Maßnahmen nicht verhindert oder aufgehalten werden. Im Stadium 1 kommt es zuerst zu knotigen Verhärtungen in der Hohlhand, die meist kaum störend sind. Im Stadium 2 treten dann Verkürzungen im Grundgelenk der Finger und im Stadium 3 dann auch im Mittelgelenk auf, die zu einer störenden Einschränkung der Fingerfunktion führen.
Spätestens jetzt ist die Indikation für eine Operation gegeben. Dabei wird das veränderte Bindegewebe möglichst total entfernt (Fasciektomie). Je früher und je radikaler die Operation durchgeführt werden kann, desto geringer ist das Risiko eines erneuten Wiederauftretens (Rezidiv) von Kontrakturen. Allerdings kann bei entsprechender Veranlagung das Rezidiv nicht in jedem Fall verhindert werden. Die Operation wird in der Regel ambulant und in lokaler Anästhesie des Armes durchgeführt. Danach ist eine Ruhigstellung für eine Woche  und eine krankengymnastische Behandlung notwendig.